Am Anfang steht der Befund. Das Gutachten sollte festhalten, welche Person, Sache oder Unterlage untersucht wurde, wann die Untersuchung stattfand und welche Informationen zur Verfügung standen. Fotos, Messwerte, Befunde, Rechnungen und frühere Zustandsangaben sollten eindeutig zugeordnet werden.
Danach folgt die fachliche Methode. Leserinnen und Leser müssen nachvollziehen können, wie die Schlussfolgerung entstanden ist. Bei einer Reparaturkostenberechnung gehören dazu etwa die festgestellten Schäden, der notwendige Arbeitsumfang, die verwendeten Preise und die Frage, ob eine Reparatur technisch möglich ist.
Am Ende sollte jede Antwort auf die beauftragte Fachfrage klar formuliert sein. Vermutungen müssen als solche gekennzeichnet werden. Ein Gutachten wird nicht dadurch überzeugender, dass es Unsicherheiten ausblendet. Eine offene Abgrenzung zwischen Befund, Annahme und Schlussfolgerung erleichtert die gerichtliche Prüfung.