Entscheidend ist nicht allein die Diagnose, sondern ihre Auswirkung auf konkrete Haushaltstätigkeiten. Eine Schulterverletzung kann etwa Heben, Tragen, Staubsaugen oder Wäscheaufhängen erschweren. Eine Beinverletzung kann Einkaufen, Stiegensteigen, Kochen im Stehen oder die Betreuung kleiner Kinder beeinflussen. Die Einschränkung muss zum Heilungsverlauf passen.
Ärztliche Befunde helfen, Schmerzen, Beweglichkeit, Belastbarkeit und Schonzeiten einzuordnen. Sie ersetzen aber nicht die Beschreibung Ihres tatsächlichen Haushalts. Schreiben Sie deshalb nicht nur „Hausarbeit nicht möglich“, sondern halten Sie einzelne Tätigkeiten, Häufigkeit und Dauer fest.
Auch eine teilweise Einschränkung kann relevant sein. Vielleicht konnten Sie kochen, aber nicht einkaufen oder Böden reinigen. Vielleicht war die Tätigkeit möglich, erforderte aber deutlich mehr Zeit und Pausen. Solche Unterschiede sind für die Bemessung wichtiger als eine pauschale Prozentangabe.